Wohngemein­schaft statt Pflegeheim - Alternatives Leben im Alter

Leben im Alter kann vieles sein: gesellig oder einsam, anregend oder eintönig, spontan oder regelgebunden, relativ frei oder relativ begrenzt. Wenn noch chronische Krankheiten oder Beeinträchtigungen dazukommen, stellt sich oft auch die Frage nach der Pflege. Gab es in früheren Zeiten die sprichwörtliche »Großfamilie«, die oft ein würdiges Altern ermöglichte, stehen heute Angehörige vor Fragen wie: »Wohin mit den Eltern im Alter?«, »Wer pflegt Mutter oder Vater?« Und eins ist klar: Pflege wird in Zukunft teurer und schwieriger. Denn durch Einschränkungen beim Zuzug von zumeist ausländischen Pflegekräften sowie die geplante Pflegereform werden sich die Rahmenbedingungen für Pflegende und Gepflegte weiter verschlechtern.

Pflegeheim
Ein Pflegeheim ist manchmal groß und anonym

Sind dann aber Berufseinschränkung, gar Berufsaufgabe für pflegende Angehörige oder letztlich das Alters- und Pflegeheim für die zu Pflegenden heute die einzig verbliebenen realistischen Antworten? Sind sie Antworten auf ein würdiges Leben im Alter, das auch für die Angehörigen noch würdig bleibt?

Die Wohngemeinschaft als alternative Wohnform

Wir denken, es gibt eine bessere, eine alternative Antwort. Sie lautet schlicht: »Wohngemeinschaft für Alte«. Warum soll das, was wir als Angehörige der »Boomer-Generation« in den 1960er- und 1970er-Jahren kennen- – und viele von uns schätzen – gelernt haben, heute für uns nicht mehr infrage kommen?

Wohngemeinschaft 1970
Eine WG in den 1970ern - Erinnern wir uns noch?

Wir, das sind Angelika (75 Jahre) und Christian Casutt (70 Jahre), beide schon seit längerer Zeit Rentner. Angelika ist leider nicht gesund und benötigt bereits Unterstützung. Wir sind beide vielseitig interessiert, lesen gerne Bücher und hören Musik, sind aber auch sportlich (Christian), u.a. mit Laufen und Tischtennis. Und wir unterhalten uns gerne über »Gott und Welt«.

Wir suchen Mitstreiter

Aktuell und über die Initiative auf dieser Webseite suchen wir »boomende Mitstreiter« (also Menschen ab 60 / 65), die mit uns gemeinsam das Projekt einer Wohngemeinschaft im Alter planen und umsetzen möchten. Es gibt von uns keine besonderen Vorgaben hinsichtlich des Wohnobjekts, wobei sicher ein ländliches Anwesen (z.B. ein zu sanierendes bäuerliches Haus, vielleicht mit Nebengebäuden, oder Vergleichbares) gut passen würde, preislich und für eine kreative Neu- oder Umgestaltung. Aber, wie gesagt, keine Vorgaben; die bessere Idee sticht die gute ...

Örtlich präferieren wir einen Standort im westlichen Rhein-Main-Gebiet (Mainz, Rheinhessen, Wiesbaden, Rheingau, Main-Taunus-Kreis). Kostenseitig würden wir momentan – je nach Wohnobjekt – für jede teilnehmende Partei mit Investitionskosten von etwa EUR 150.000 bis 250.000 kalkulieren. Auf Basis unseres derzeitigen Informationsstands ist unklar, ob ein solches Projekt von öffentlicher Seite förderungsfähig wäre und mit Subventionen rechnen könnte. Aber Probieren geht über …

Wer sollte sich angesprochen fühlen?

Gemeinschaft
Altern in der Gemeinschaft macht vieles leichter

Da wir selbst ein Paar sind, denken wir bezüglich unserer Mitstreiter auch primär an Paare (verheiratet, verpartnert, frei - hetero, gleichgeschlechtlich, divers) und an eine Mitstreiterzahl von insgesamt mindestens 6 (3 Paare), idealerweise aber 10 - 12 (5 bis 6 Paare) ... und wir haben eine Gemeinschaft im Auge, bei der einigermaßen Gleichgesinnte zusammenkommen. Also eher Menschen mit grün-ökologischen, sozialliberalen oder linken Anschauungen als solche mit sehr konservativen oder gar rechten Ansichten.

Wie weiter?

Wie könnte es weitergehen? Wenn genügend Interessenten beisammen sind, wäre der nächste Schritt eine Zusammenkunft zum Kennenlernen und Ideen sammeln. Alles Weitere würde sich dann finden.

Interesse geweckt?

Dann bitte eine E-Mail schreiben an unsere Kontaktadresse.

Kontakt:
Christian Casutt,
E-Mail: mail@ccasutt.de